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Rathenow - Havelberg
30. Mai - 03. Juni 2005
Bei Havelberg mündet die Havel in die Elbe;
und da wollten wir jetzt hin. Es stand also die letzte Etappe
unserer Havelbefahrung von der Quelle bis zur Mündung
auf dem Programm.
Wir starteten am Montag beim Kanuverein Rathenow. Nachdem
die letzten Tage und auch der heutige Vormittag ziemlich heiß
waren, zogen sich beim Einbooten die Wolken zusammen und nach
der Schleuse Rathenow begann ein einstündiger Dauerregen.
Das führte zu unglaublich dichten Dampfschwaden auf der
Havel; ein völlig neues Gefühl: Paddeln in der Waschküche!

Damit war das Reisewetter bis Freitag eingeläutet: Immer
mal wieder Regen, deutlich kühler als die Tage davor
und immer wieder recht starker Wind. Dies haben nicht alle
unserer Schüler rundum begrüßt.
Aber es gab ja auch die Highlights: zwei selbst zu bedienende
Schleusen, ein Bulldozer, der mitten in der Havel fuhr, ein
ausgesprochen bizarres Stück der Havel, sehr eng, sehr
schlängelig, mit quer stehenden, abgestorbenen Bäumen
(sah aus wie auf der Schnellen Havel), ein ohrenbetäubendes
Froschkonzert zur besten Einschlafzeit und die letzten zehn
Kilometer, bei denen jede/r fahren konnte, wie und mit wem
er/sie wollte.

Das „Mega- Highlight“ waren allerdings die fünf
Kilometer auf der Elbe. Ein richtig lebender Fluss, mit Strudeln,
mit Sandbänken und mit ungefähr 6 km/h Stömungsgeschwindigkeit,
die uns nur so dahingleiten ließen.
Die Elbe kam deshalb ins Spiel, weil wir auch noch die Mündungsstrecke
der Havel fahren wollten. Wir sind also vom Campingplatz in
Havelberg aus durch die Schleuse in die Elbe gepaddelt, haben
an der Wehrgruppe Quitzöbel die Boote (steil hoch und
wieder steil runter) umgetragen und sind die Mündungsstrecke
zurück nach Havelberg gefahren. (Schlimmstenfalls mal
auf einer Karte nachvollziehen.)
Der krönende Abschluss war ein Steg-Bade-Sprung-Festival
auf der Campinginsel.

Das sind die Ritter der letzten Haveletappe:
Einer hat sich natürlich wieder versteckt.
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